Archiv für den Autor: Rose & Dmowska

Microsoft stellt Übersetzer-App ein

Microsoft stellt den Support und Bezug der Translator App für das Windows Phone 10 ein. Die App wird ab April 2019 nicht mehr im Microsoft Store verfügbar sein. Wenn die App für Windows 10 derzeit noch verwendet wird, funktioniert die Textübersetzung noch, aber die Sprachübersetzung wird ab dem 15. Oktober 2019 mangels Aktualisierung nicht mehr verfügbar sein. Microsoft selbst stellt die Updates ein. Translator wird allerdings die Windows 10 App für den PC weiterhin unterstützen und verbessern.

Übersetzen als Seiteneinstieg

Man kann auch Übersetzer ohne konkrete Übersetzerausbildung werden. Das zeigen immer wieder Menschen, die mit anderen Studienrichtungen zu tun haben, aber zumindest bilingual aufgewachsen sind und dann aus einem inneren Antrieb heraus angefangen haben zu übersetzen. Zum Beispiel hat Mirko Kraetsch, der jetzt als gefragter Übersetzer für tschechische Literatur arbeitet, anfangs nur in der Schule Tschechisch als dritte Fremdsprache gelernt und erst während des Studiums in Prag mit dem Übersetzen angefangen – weil ihn die tschechischen Schriftsteller fesselten und er es schade fand, dass keiner seiner deutschen Freunde die schönen Leseerlebnisse mit ihm teilen konnte. Das Wichtigste, um in die Übersetzerszene reinzukommen und Aufträge zu erhalten, waren aber Kontakte. Also: Netzwerken nicht vergessen!

Regional ganz groß

In Penzlin wurde am 29. März 2019 das neue Literaturmuseum zu Ehren des Dichters und Übersetzers Johann Heinrich Voß eingeweiht. Dort kann man sich über dessen Leben und Werdegang informieren, nachdem die Bauarbeiten nach zwei Jahren endlich abgeschlossen wurden. Voß ist der berühmteste Übersetzer der Epen von Homer wie zum Beispiel der „Ilias“. Auch die griechischen und römischen Klassiker machte er für Deutsche lesbar. In dem Haus, in dem nunmehr die Ausstellung ist, ging der Dichter vor über 200 Jahren zur Schule. Nun ist das Museum in der Hauptsaison montags bis freitags von 10 bis 17:30 Uhr geöffnet.

Übersetzerbranche boomt

Die Übersetzungsbranche boomt, denn bei mehr als 5 Prozent Wachstum setzt sie aktuell weltweit etwa 40 Milliarden Euro jährlich um. Nach Schätzung des BDÜ (Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V.) bewegt sich das Marktvolumen in Deutschland bei über einer Milliarde Euro. Das Statistischem Bundesamt gibt dazu an, dass es in Deutschland ca. 40.000 Übersetzer und Dolmetscher gibt, von denen 33.000 freiberuflich arbeiten.

Viele Übersetzer sind Muttersprachler, die in der Regel nur in ihre Muttersprache übersetzen, aber nicht aus ihrer Muttersprache ins Deutsche. Außerdem ist der Begriff „Übersetzer“ nicht rechtlich geschützt, nur für einen Dolmetscher gibt es die staatliche Prüfung. Dadurch kann sich jeder als Übersetzer bezeichnen, der den nötigen Qualitätsnachweis mit sich bringt, was den Konkurrenzkampf innerhalb dieser Branche nur noch steigert.

Zudem gibt es in der Bundesrepublik keine Gebührenordnung und auch keine verbindlichen Honorare, aber der BDÜ veröffentlicht jedes Jahr eine Übersicht eines Honorarspiegels, in dem sie auf jede einzelne Sprachkombination eingehen. Die Gebühren sind sehr unterschiedlich und bestimmen sich nach Faktoren wie Sprachrichtung, Fachgebiet, Dringlichkeit und Format der Textvorlage. Im Gegensatz zum internationalen Raum, in dem die Kosten nach jedem Wort berechnet werden, werden in Deutschland die Gebühren auf Grundlage der Normzeilen des Ausgangtextes ermittelt.