Kategorie-Archiv: Aktuell

Erfolgsgeschichte Übersetzerapp

Dass die richtige Kommunikation Leben retten kann, ist natürlich klar. Manchmal hilft eine Übersetzerapp, wenn man in einem Land ist, dessen Sprache man nicht spricht und einen medizinischen Notfall hat. Eine Polizeistreife im Stuttgarter Bezirk Feuerbach bemerkte einen Lkw-Fahrer, der in einer Haltebucht auf sich aufmerksam machte und offensichtlich ein Problem hatte. Doch der Fahrer sprach weder Deutsch, noch Englisch, sodass eine Verständigung nicht möglich war. Die Lösung: Der Lkw-Fahrer zückte sein Smartphone und startete eine Übersetzer-App. So erfuhren die Polizisten, dass er starke Schmerzen in seiner Brust hatte und riefen einen Rettungswagen. Die Sanitäter stellten einen Puls von über 200 fest und brachten ihn ins Krankenhaus, wodurch Schlimmeres verhindert werden konnte.

Repressionen gegen Übersetzer

Anlässlich des von der Oppositionsführerin Sviatlana Tsikhanouskaya für den 7. Februar ausgerufenen Internationalen Solidaritätstages mit Belarus fordern 46 Autoren- und 35 Übersetzerverbände aus 34 Ländern mit insgesamt 170.000 Mitgliedern die europäischen Kulturminister zu entschlossenem Handeln auf. Vertreten werden die Verbände von European Writers Council (EWC) und der European Council of Literary Translators‘ Associations (CEATL). Das Handeln des belarusischen Diktators Aljaksand Lukašenka schränkt Schriftsteller, Übersetzer, Blogger und den gesamten unabhängigen Kultursektor ein. Zensur, Folter, Verletzung der Meinungsfreiheit, der Versammlungsfreiheit, des Rechts auf ein faires Verfahren: Jedes Menschenrecht ist in Belarus systematisch außer Kraft gesetzt. Die Verbände verurteilen die aktuelle Situation. 593 Autoren, Übersetzer, Verleger, Buchhändler, aber auch Musiker, Schauspieler und andere Kulturschaffende sind seit den umstrittenen Wahlen im August 2020 oftmals Opfer von Menschenrechtsverletzungen und Angriffen auf kulturelle Rechte geworden, wie der Report des belarusischen PEN-Zentrums zeige. Mindestens 131 Schriftsteller und literarische Übersetzer seien demnach bisher verhaftet worden, erlebten Repressalien und Einschüchterungen. Außerdem gebe es Informationen über Entlassungen von Dozenten und akademisches Mobbing an den Universitäten.

Forschungsprojekt zu Post-Editing abgeschlossen

Die Qualität maschineller Übersetzung hat sich in den letzten Jahren immer wieder verbessert. Auch Übersetzer verlagern ihre Tätigkeit immer öfter zum Post-Editing maschineller Übersetzungen. Das spart Zeit und reduziert die Fehler der maschinellen Übersetzung, verändert aber die Art der Interaktion mit dem Text. Wie Post-Editing technologisch unterstützt werden kann, untersuchte ein interdisziplinäres Forscherteam des DFKI im Projekt MMPE (Multi-modal and Language Technology based Post-Editing Support for Machine Translation). MMPE unter der Leitung von Prof. Dr. Antonio Krüger und Prof. Dr. Josef van Genabith wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren gefördert und endete am 31.12.2020. Post-Editing kombiniert die Vorteile von künstlicher  und menschlicher Intelligenz, verschiebt aber auch den Fokus von Übersetzungsarbeiten: Anstatt Text zu erzeugen, korrigieren Übersetzer Fehler in ansonsten hilfreichen Vorschlägen in der Zielsprache. Häufig wiederkehrende Fehler der maschinellen Übersetzung zu verbessern ist ermüdend, schwer zu findende oder komplexe Fehler zu beheben, macht die Tätigkeit kognitiv anspruchsvoll.

Weitere Informationen und Ergebnisse: https://mmpe.dfki.de und https://github.com/NicoHerbig/MMPE

Bewerbungen richtig übersetzen!

Wer den Wunsch hat, im Ausland zu arbeiten, steht vor der Herausforderung, sich in einer Fremdsprache zu bewerben. Alle erforderlichen Unterlagen müssen übersetzt sein und ein Anschreiben muss verfasst  werden. Wenn die Grund- oder die fortgeschrittenen Kenntnisse der Zielsprache nicht ausreichen, kann man die Aufgabe nicht selbst erledigen. In vielen Fällen ist es daher sinnvoll, einen erfahrenen Übersetzer zu beauftragen, denn eine professionell übersetzte Bewerbung hat höhere Chancen auf Erfolg. Fremdsprachen gehören für die meisten Menschen in Deutschland zwar zum Alltag: Englische Wörter und Formulierungen sind aus den Medien nicht wegzudenken, Grundkenntnisse in mindestens einer Fremdsprache sind Teil der Schulausbildung. Im Zweifelsfall kann man sich Unverständliches online von einem Übersetzungsprogramm übersetzen. All dies reicht jedoch nicht aus, um einen komplexen Text wie eine Bewerbung adäquat und fehlerfrei zu formulieren. Das gilt bereits für Fremdsprachen, die in Europa weit verbreitet sind, etwa Englisch, Französisch oder Spanisch. Bei Bewerbungen in Ländern wie Japan oder Saudi-Arabien sind die sprachlichen und kulturellen Unterschiede noch größer. Übersetzer übertragen nicht nur Wörter und Sätze in eine andere Sprache, sondern vermitteln auch zwischen den Kulturen. Als Experten kennen sie die Feinheiten der Fremdsprache und wissen, was erforderlich ist, damit die Bewerbung im Ausland ebenso professionell wirkt wie eine Bewerbung in der Muttersprache. Die beruflichen Qualifikationen einer Auslandsbewerbung spielen eine erhebliche Rolle. Ebenso wichtig ist, dass sie in der richtigen Art und Weise dargestellt werden. Hier empfiehlt es sich, ein professionelles Übersetzungsbüro zu beauftragen.Das Ergebnis ist eine wohlformulierte Bewerbung, die den Erwartungen potenzieller Arbeitgeber entspricht und Aussicht auf Erfolg hat!