Fachbereich Russisch in Leipzig vor dem Aus

Die letzte Ausbildungsstätte für Russisch-Dolmetscher und -Übersetzer in den neuen Bundesländern soll geschlossen werden. Das stößt bei den Studenten auf heftigen WIderstand und führte zu einer Petition, denn die Schließung des Fachbereichs Russisch an der Universität Leipzig bedeute einen Rückschritt in der Völkerverständigung. Im ostdeutschen Bildungssystem war Russisch immer schon ein wichtiger Bestandteil und wird nun langsam aus den höchsten Bildungseinrichtungen verdrängt. In den neuen Bundesländern ist die Sprache als Übersetzungswissenschaft sogar vollständig gefährdet. Am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie (IALT) an der Universität Leipzig soll der Sprachschwerpunkt Russisch geschlossen werden, nachdem die für die Lehre nötigen Stellen teils an andere Institute abgewandert sind, teils gestrichen wurden. Absolventen der Einrichtung wirkten immer wieder auf höchster politischer und diplomatischer Ebene und leisteten einen wichtigen Beitrag für das Fortkommen der Bundesrepublik, betonen die Studenten in der Mitteilung. Gute Dolmetscher und Übersetzer sind unsichtbar und unterschätzt. Die Folgen dieser Unsichtbarkeit wird die Öffentlichkeit erst zu spüren bekommen, wenn die Streichung Geschichte ist, heißt es von Seiten der Studierendenvertretung des IALT. Deswegen die Petition auf change.org!