Trump und seine Übersetzer

Wieder macht der Präsident der USA Negativschlagzeilen, die nun sogar dazu führen sollen, dass seine Dolmetscherin auf Wunsch der Demokraten im Repräsentantenhaus vorgeladen werden soll. Marina Gross soll Auskünfte geben über das Verhältnis von US-Präsident Donald Trump zu Russlands Staatschef Wladimir Putin und deren Gespräche.

Hintergrund der Vorladung ist die Frage, ob der Präsident womöglich ein russischer Agent war oder ist. Nach Zeitungsberichten hätte Trump den Inhalt seiner Gespräche mit Putin selbst vor engsten Mitarbeitern sorgfältig verborgen gehalten, denn zu fünf Treffen mit Putin innerhalb der vergangenen zwei Jahre gebe es keine detaillierten Aufzeichnungen. Es soll sogar dazu gekommen sein, dass Trump die Notizen der Dolmetscherin genommen und ihr untersagt habe, den Inhalt des Gesprächs weiterzugeben. Dies soll unter anderem Gegenstand der Befragung sein. Die New York Times hatte am vorhergehenden Wochenende von Ermittlungen des FBI berichtet, bei denen sich herausstellen soll, ob Trump wissentlich oder unwissentlich für Russland und gegen US-Interessen gearbeitet habe. Die Zeitung berief sich auf frühere FBI-Mitarbeiter sowie mit den Ermittlungen vertraute Personen. Trump dementierte es als Falschmeldung und bestreitet vehement, jemals für Russland und gegen die Interessen der USA gearbeitet zu haben