Übersetzer im Schatten

Übersetzer führen oft ein Schattendasein. Ihr Name wird nicht oder nur am Rande erwähnt, etwa in Rezensionen in Zeitungen. Oder wenn es heißt, der Autor hat einen bestimmten Stil- dann hat diesen auch der Übersetzer übertragen. Der Übersetzer hat den Stil dann in seiner Rolle als Vermittler und Erklärer dann zugänglich gemacht. Andererseits gibt es inzwischen eine Menge Institutionen und Veranstaltungen, bei denen die Übersetzer vorgestellt werden. Dort wird natürlich ein besonderes Augenmerk auf das sprachliche Gespür des Übersetzers gelegt. Es kann allerdings auch ein Vorteil sein, wenn man nicht so sichtbar ist. Das erlaubt dem Übersetzer, in Ruhe seine Arbeit zu erledigen und ungestört zu sein von dem medialen Echo, das ein Buch etwa hervorrufen kann. Und vielleicht wird gerade abseits vom medialen Rummel ein Buch in unsere Sprache übersetzt, was wir alle schon mal lesen wollten.