Übersetzerbranche boomt

Die Übersetzungsbranche boomt, denn bei mehr als 5 Prozent Wachstum setzt sie aktuell weltweit etwa 40 Milliarden Euro jährlich um. Nach Schätzung des BDÜ (Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V.) bewegt sich das Marktvolumen in Deutschland bei über einer Milliarde Euro. Das Statistischem Bundesamt gibt dazu an, dass es in Deutschland ca. 40.000 Übersetzer und Dolmetscher gibt, von denen 33.000 freiberuflich arbeiten.

Viele Übersetzer sind Muttersprachler, die in der Regel nur in ihre Muttersprache übersetzen, aber nicht aus ihrer Muttersprache ins Deutsche. Außerdem ist der Begriff „Übersetzer“ nicht rechtlich geschützt, nur für einen Dolmetscher gibt es die staatliche Prüfung. Dadurch kann sich jeder als Übersetzer bezeichnen, der den nötigen Qualitätsnachweis mit sich bringt, was den Konkurrenzkampf innerhalb dieser Branche nur noch steigert.

Zudem gibt es in der Bundesrepublik keine Gebührenordnung und auch keine verbindlichen Honorare, aber der BDÜ veröffentlicht jedes Jahr eine Übersicht eines Honorarspiegels, in dem sie auf jede einzelne Sprachkombination eingehen. Die Gebühren sind sehr unterschiedlich und bestimmen sich nach Faktoren wie Sprachrichtung, Fachgebiet, Dringlichkeit und Format der Textvorlage. Im Gegensatz zum internationalen Raum, in dem die Kosten nach jedem Wort berechnet werden, werden in Deutschland die Gebühren auf Grundlage der Normzeilen des Ausgangtextes ermittelt.