Übersetzung und Persönlichkeit

Grundsätzlich ist in der globalen Welt der Beruf des Übersetzers äußerst gefragt. Andererseits gibt es Englisch als Universalsprache und warum sollte man sich dann noch auf eine andere spezialisieren? Der Wettbewerb im Beruf ist hoch und die maschinellen Übersetzungstechnologien entwickeln sich aktiv weiter. Wie ist es nun, ein Vermittler zwischen verschiedenen Kulturen zu sein? Wie kann eine zweite Sprache weiterhelfen?

Bei einer professionellen Übersetzung zu übersetzen, heißt, den Text des Autors in einer anderen Sprache neu zu erstellen. Die berufliche Tradition ist so, dass normalerweise eine Person in ihre Muttersprache übersetzt. Ein großer Vorteil für die Arbeit mit der am häufigsten gesprochenen Sprache der Welt ist die Möglichkeit, ein beliebiges Thema auszuwählen.

Problematisch ist, dass es fast keinen Markt für Dolmetschen aus dem Englischen gibt, da durch das solide staatliche Bildungssystem und das Internet eine gute Grundbildung vorliegt. Viele Profis dolmetschen Verhandlungen besonders gerne, aber die Nachfrage danach schwindet. Arbeitgeber setzen Englisch voraus. Man muss sich aber auf diesem Weg weiterbilden und mehr Management, Marketing und Online-Vertrieb betreiben.

Kunden verstehen sehr oft nicht, wie viel Zeit die Übersetzung in Anspruch nimmt und wieso sie schwierig ist. Gemäß der bedingten Norm wird eine Seite mit 1800 Zeichen pro Stunde übersetzt. Wenn der Übersetzer jedoch verantwortungsbewusst mit seiner Arbeit umgeht, dann wird er tief ins Thema eintauchen. Bei diesem Ansatz ist es schwierig, das Zeitlimit einzuhalten. Im Allgemeinen ist die langfristige Kommunikation in jeder Fremdsprache eine große Belastung für das Gehirn. In einer anderen Sprache wird man zu einer ganz andere Person. Der menschliche Faktor ist hier sehr wichtig. Es gibt eine ganz besondere Verbindung zu einer Person, die Sie übersetzen oder dolmetschen, insbesondere wenn Sie lange zusammenarbeiten. Andererseits kann der menschliche Faktor auch die Arbeit erschweren. Hier haben Kunden eine seltsame Vorstellung von Übersetzern als Menschen, die zum einen jederzeit erreichbar sein sollten und zum anderen ihre Sprachen so sehr lieben, dass sie kostenlos arbeiten können, weil sie es mögen.