Übersetzung und Tourismus

Dass Restaurants, Cafés und Bars in Berlin allein mit der deutschen Sprache nicht weit kommen, belegen aktuelle Zahlen zum Tourismus: In den ersten neun Monaten des Jahres 2018 meldeten Beherbergungsbetriebe aus Berlin dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg über 10 Millionen Gäste, von denen über vier Millionen aus dem Ausland kamen. Überwiegend kommen diese aus Großbritannien, den USA, Spanien, Italien oder den Niederlanden. Damit spielt die Übersetzung von touristische relevanten Texten ins Englische eine große Rolle für Cafés und Restaurants, um konkurrenzfähig zu bleiben. Gastronomischen Betrieben ist gut damit geraten, der wachsenden Zahl an Gästen aus dem Ausland mit englischsprachigen Menükarten, Webseiten und Infomaterialien wie Visitenkarten und Flyern zu begegnen. Wer auf der deutschen Sprache beharrt, verpasst Chancen und bleibt auf lange Sicht hinter der Konkurrenz zurück. Blind Gerichte bestellen oder das Konzept eines veganen Szenelokals nicht zu verstehen, will kein Tourist. Auch sollten die vorher wissen, wie man die Bar erreicht und ob eine Reservierung nötig ist. Zügig sollten sich die Gastronomen dann um die Dienste eines guten Übersetzers bemühen, am besten eines fachgebietsorientierten, denn die heutige Gastronomie ist keinesfalls mehr selbsterklärend.