Die kleinen, lustigen Bildzeichen, oft aus Zeitnot oder Faulheit stellvertretend für Text verwendet werden, sind bald so vielfältig und kompliziert, dass große Unternehmen überlegen, für ihre Außenwirkung Emoji-Übersetzer zu engagieren. Sie haben sehr großen Einfluss auf die Interpretation von zB Werbebotschaften von Unternehmen. Und die kleinen Zeichen werden zunehmend bedeutender: Eine kürzlich von Facebook veröffentlichte Erhebung gab an, dass jeden Tag fünf Milliarden Icons versendet werden und weiterhin die Interaktion in sozialen Medien steigern. Die Probleme von diesen an sich so praktischen Zeichen sind vielfältig: Je nach Kultur, Technologie und Semantik werden sie unterschiedlich angezeigt oder verwendet. Einige Icons werden beispielsweise je nach Kultur unterschiedlich verstanden: In Japan bedeuten die zusammengelegten Hände ein Danke; im europäischen Raum bedeuten sie hingegen ein Beten. Zudem ist die Anzeige von Emojis je nach Gerät unterschiedlich, sodass diverse Geräte durch anderweitige Darstellung eines Icons ganz andere Bedeutungen transportieren können. Das fehlende heutige Verständnis für die Icons hängt damit zusammen, dass diese ursprünglich in Japan 1999 erfunden wurden, aber in Europa erst 2011 Anklang fanden. So entstanden viele Zeichen, die wenige kennen und erst durch die globalisierten Medien kennen lernen.
Ein Vorteil von Icons ist aber, dass sie im Schreiben oft Gefühle, Mimik und Gesten ersetzen können, bis hin zum Tonfall. Dadurch kann auch das Geschriebene mehr betont werden. Sie werden den Schreibstil eher nicht negativ beeinflussen, da sie nur das ersetzen, was vom Gespräch in der geschriebenen Kommunikation fehlt.