Übersetzungen aus dem Deutschen in Fremdsprachen und umgekehrt sind ein großes Thema in der PR wie im Journalismus. Gute PR wie auch gut gemachter Journalismus richten sich vor allem an den Empfänger der Kommunikationskette. Es bedarf eines empfängerorientierten Schreibstils, da nicht allein der Sender den Text verstehen muss, sondern vor allem die Empfänger. Daher muss man sich am Sprachwissen derer ausrichten, die man erreichen möchte. Das gilt für Pressemitteilungen, Copy-Texte, Reden, Websites, Blog-Beiträge und alle anderen Formulierungen gleichermaßen. Besser ist es, die Rede von Beginn an in der Fremdsprache zu verfassen in einem Stil, der den Kenntnissen des späteren Redners, dem Anlass (wissenschaftlicher Fachvortrag, Tagung, öffentliche Kundgebung) und dem Verständnis der Zuhörer entspricht. Alternativ kann man einen ersten Entwurf in deutscher Sprache erstellen, Aufbau und Inhalte abstimmen, die Rede anschließend übersetzen lassen und fortan nur noch mit dieser Version weiterarbeiten. Das klingt nachher wesentlich flüssiger und authentischer als eine zum Schluss hin übersetzte Rede. Übersetzungen durch „native speaker“ haben den Vorteil, dass Redewendungen und der flüssige Sprachgebrauch vorhanden sind und keine holprige Übertragung vorgenommen wird. Fast gleich wichtig wie der Stil ist es, dass die Übersetzer sich ausführlich damit befassen, wie zum Beispiel über ein Thema einer originär deutschen Pressemitteilung in USA-amerikanischen Medien geschrieben wird, um die Stimmung und die Rezeption zu erfassen. Da wird die Übersetzungs-Arbeit zum Recherche-Aufwand.