Archiv des Autors: Rose & Dmowska

FIT-Award für BDÜ-Website

Dem XXI FIT World Congress in Brisbane vom 3. bis 5. August ging die zweitägige ordentliche Mitgliederversammlung der inzwischen auf 130 Mitgliedsverbände angewachsenen International Federation of Translators (FIT) voraus. Den BDÜ vertraten in Australien Präsident André Lindemann und Vizepräsident Ralf Lemster.

Neben einem neuen Council und einem neuen Executive Committee wurde mit Kevin Quirk aus Norwegen auch ein neuer Präsident des Weltdachverbands der Dolmetscher- und Übersetzerverbände gewählt. Außerdem erhielt die Asociación Cubana de Traductores e Intérpretes (ACTI) den Zuschlag für die Ausrichtung des XXII FIT World Congress in Varadero im Dezember 2020.

Einen der Höhepunkte des anschließenden Kongresses, zu dem mehr als 700 Teilnehmer aus aller Welt angereist waren, stellte für den BDÜ die Verleihung des FIT-Awards für die beste Website dar. Mit Stolz nahm Ralf Lemster die Auszeichnung aus den Händen von Executive-Comittee-Mitglied Reina de Bettendorf entgegen (s. Bild) und bedankte sich ausdrücklich bei der Projektleiterin Berit Haritonow sowie allen, die sich für die Online-Auftritte sowohl auf Bundes- als auch auf Ebene der BDÜ-Mitgliedsverbände engagiert haben und dies immer noch tun. Denn die Internetpräsenz des Verbands lebt und wird ständig weiterentwickelt. Daher nahm Ralf Lemster auch gleich die Gelegenheit wahr, auf die diesjährige Web-Aktion zum Hieronymustag am 30. September #iconnectworlds hinzuweisen, die nicht nur auf Mannheim bzw. Deutschland beschränkt bleiben, sondern gern weltweit Nachahmer finden soll.

Eine gelungene (Buch-) Übersetzung

Was ist das Geheimnis einer gelungenen Romanübersetzung?

Als Übersetzer sollte man sich zunächst im Klaren darüber sein, welche Leistung man erbringen soll und was erwartet wird: Es soll keine seelenlose Wort-für-Wort-Wiedergabe des Ursprungstextes sein. Sondern es ist vielmehr gefordert, die Lebhaftigkeit, den Stil, die Sprachstruktur und die Eigendynamik des jeweligen Originals in der Übersetzung zu erhalten und wiederzugeben. Daher ist der Übersetzer nicht weniger kreativ als der Autor, da er passende Wortwendungen in der Zielsprache finden muss, die auch einer Wortneuschöpfung der ursprünglichen Autors gerecht werden. Wenn lediglich Wörter übersetzt werden, ohne die tiefere Bedeutung des Geschriebenen in die Zielsprache zu transferieren, dann liegt eine nicht gelungene Übersetzung vor. Der Übersetzer muss Emotionen, zwischenmenschliche Beziehungen und Unausgeprochenes „zwischen den Zeilen“ in die Zielsprache übertragen. Kulturbezogen muss man dann auch mal national verwendete Worthülsen verwenden, damit der Text funktioniert. Die Stimmung des übersetzten Textes entsteht, wenn man Wörter neu in Beziehung zueinander setzt, wobei allerdings sehr genau auf die Aussage des Textes geachtet werden muss, da diese nicht verloren gehen oder verändert werden darf.

Literarische Texte zu übersetzen fordert also beides: Hohe Genauigkeit, aber auch ein Maß an Kreativität.

Förderung für junge Übersetzer

Noch bis Ende August können sich junge Literaturübersetzer für das Goldschmidt-Programm 2018 für die junger Altersklasse bewerben. Das Programm richtet sich an Literaturübersetzer bis 30, in Ausnehmefällen bis 35 Jahren, die aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland kommen.

Die Frankfurter Buchmesse organisiert jedes Jahr zusammen mit dem Bureau International de l’Édition Française (BIEF), dem Deutsch-französischen Jugendwerk (DFJW) und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia das Goldschmidt-Programm für junge Literaturübersetzer, wobei die Arbitssprachen Deutsch und Französisch sind. Den Stipendiaten werden neben einem monatlichen Stupendium des DFJW in Höhe von 900 Euro auch Übersetzungswerkstätten unter der Leitung erfahrener LiteraturübersetzerInnen in Arles und Berlin geboten. Ebenso finden Seminare und Verlagsbesuche in Frankreich, der Schweiz und Deutschland sowie eine öffentliche Lesung in Paris statt.

Die Bewerbungsmodalitäten finden sich mitsamt genauerer Informationen unter buchmesse.de.

Freeze-Mob zum Weltübersetzertag

Ein Aufruf vom Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer:

Wir rufen alle Dolmetscher und Übersetzer auf, sich am kommenden Hieronymustag (30. September 2017) an dem geplanten Freeze-Mob der BDÜ-Regionalgruppe Heidelberg/ Mannheim zu beteiligen!
Ziel dieser Aktion ist es, die Vielfalt, Fachlichkeit und Professionalität unserer Berufe in der Öffentlichkeit darzustellen. Sie wird im Video festgehalten und über die sozialen Medien einem breiten Publikum vermittelt.
Wir freuen uns auf viele Teilnehmer, die eine breite Vielfalt der Sprachen, Fachgebiete und Nationalitäten manifestieren!