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Alternative zum Studium

Das schulische Angebot von Dolmetscher- und Übersetzerschulen richtet sich an Sprachtalente, die eine anerkannte Berufsausbildung mit Fremdsprachen suchen, aber dafür nicht studieren wollen oder einfach keinen universitären Abschluss anstreben. Die Schulen bieten dann die jeweils einjährigen Ausbildungen zum Fremdsprachenkorrespondent IHK und zum staatlich geprüften Übersetzer/Dolmetscher für die jeweilige Sprache an. Die Übersetzer- und Dolmetscherschule spricht mit ihrem Ausbildungsangebot besonders diejenigen an, die jetzt nach dem Abitur, der Fachhochschulreife oder dem Realschulabschluss eine praxisorientierte Berufsausbildung mit Fremdsprachen anstelle eines Studiums bevorzugen.

Niederlande hilft Literaturübersetzern

Die Niederländische Literaturstiftung (Nederlands letterenfonds) hilft Übersetzern: Sie unterstützt im Zuge der Corona-Krise Übersetzungsprojekte von Übersetzer*innen aus dem Niederländischen. Vorschläge können bis zum 15. Juni durch akkreditierte Übersetzer eingereicht werden. Sie müssen dafür einen 3.000 Wörter umfassenden Auszug aus dem betreffenden niederländischen Buch (Belletristik, Sachbuch, Kinder- und Jugendbuch, Lyrik oder Graphic Novel) übersetzen. Pro Auszug erhalten sie 500 Euro. Für kürzere Texte (Graphic Novels und Bilderbücher) kann der Übersetzer eine Präsentation erstellen. Der Übersetzer hat sich zudem in Absprache mit der Niederländischen Literaturstiftung und dem Verleger oder Agenten des niederländischen Buches nach Kräften zu bemühen, einen Verlag für die Übersetzung zu finden. Dies hat einen doppelten Effekt: die Förderung der Veröffentlichung neuer Übersetzungen und die Bereitstellung von Aufträgen für Übersetzer. Alle Übersetzer werden per E-Mail kontaktiert, und die Liste der ausgewählten Bücher wird auf der Website der Stiftung veröffentlicht. Die Frist für die Einreichung von Anträgen endet am 15. Juni 2020. Die Anträge werden alle zwei Monate bewertet. Weitere Einzelheiten gibt es unter http://www.letterenfonds.nl/en/translation-subsidy

Tips zum Werdegang als Übersetzer

Für eine Ausbildung zum Übersetzer ist es durchaus sinnvoll, einen der anerkannten Bildungswege zu beschreiten, um die Grundlage für eine Karriere als Dolmetscher oder Übersetzer zu schaffen. So gibt es beispielsweise einige Studiengänge, die sich speziell an angehende Übersetzer richten. Allerdings ist es auch möglich, mit einem Studienabschluss in Anglistik oder Romanistik Übersetzer zu werden. In dem Fall wird dann schon durch die Wahl des Studiengangs vorbestimmt, mit welchen Sprachen man später zu tun hat. Darüber hinaus ist im Anschluss an das Studium natürlich noch eine weitere Spezialisierung erforderlich. Es gibt verschiedene Techniken des Übersetzens und eine Vertiefung in einigen ausgewählten Sachbereichen ist ratsam. Häufig werden Übersetzer fachbezogen beauftragt, wenn es um komplexe Themen gibt. Häufig kommt es zu einer langfristigen Zusammenarbeit, wenn ein Auftraggeber einmal einen herausragenden Übersetzer gefunden hat, der sich in seinem Tätigkeitsfeld und Fachgebiet gut auskennt. Besonders gefragte Fachübersetzer kennen sich mit der Finanzwelt aus oder haben Fachwissen im technischen Bereich. Viele Übersetzer qualifizieren sich darüberhinaus durch Kenntnisse über Land und Leute und können länder- und kulturspezifische Besonderheiten berücksichtigen. Aber kann es durchaus einen Unterschied machen, ob ein deutscher Text für ein britisches oder ein kanadisches Unternehmen ins Englische übersetzt werden soll.
Idealerweise lernen angehende Übersetzer die Sprache auch dadurch, dass sie selbst eine gewisse Zeit im jeweiligen Land verbringen und etwa im Rahmen eines Erasmus-Programms während des Studiums sinnvollerweise Erfahrung im Ausland zu sammeln. Wer mit dem Studium fertig ist und möglicherweise sogar die Prüfung zum staatlich geprüften Übersetzer abgelegt hat, der kann endlich mit der Arbeit beginnen. Viele Übersetzer entscheiden sich für eine Tätigkeit als Freelancer, da sie so sehr flexibel sind und in den unterschiedlichsten Bereichen arbeiten können. Es gibt aber auch die Möglichkeit, als angestellter Übersetzer zu arbeiten. Ein großer Arbeitgeber sind die Organe der Europäischen Union, doch auch in der freien Wirtschaft werden gute Übersetzer gesucht.

3. Mai: Tag der Pressefreiheit

Am Sonntag, 3. Mai 2020, war Tag der Pressefreiheit. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ist die Welt nach Ansicht von Bundesaußenminister Heiko Maas ganz besonders auf unabhängigen, tatsachenbasierten und verlässlichen Journalismus angewiesen. Anlässlich des Tages der internationalen Pressefreiheit betonte der SPD-Politiker, eine freie Presse sei für eine umfassende Antwort auf die derzeitige Pandemie von ausschlaggebender Bedeutung. Die Presse als informationsvermittelnder, investigativer Grundanker und Kontrollorgan in der freiheitlich demokratischen Grundordnung in Deutschland gilt es besonders zu schützen. Das gilt vor allem vor dem Hintergrund der gerade vergangenen Angriffe auf Reporter der „heute show“ während ihrer Drehaufnahmen.