Archiv der Kategorie: Aktuell

Tag der Übersetzer und Literarischer Herbst

Am 30.9. war wieder Hieronymus-Tag, ein Tag für die Übersetzer und durch die UN zum „International Translation Day“ erklärt. An diesem Tag sollte auf die Bedeutung, die Nöte und die Forderungen der Übersetzer aufmerksam gemacht werden. Passend dazu bekommen Übersetzer beim 22. Leipziger Literarischen Herbst, der vom 23. bis 31. Oktober stattfindet, die eine zentrale Rolle. Das gab es so bislang nicht. Auch im Programmheft werden sie jetzt systematisch erwähnt, denn Vielleser wissen: Gäbe es diese hochprofessionellen Fährleute der Sprache nicht, würden wir kaum ein Buch in seiner sprachlichen Schönheit so nachvollziehen können wie im Original. Und Leipzig hat eine reiche und starke Übersetzerszene. Mit Franka Reinhart sitzen die Übersetzer jetzt sogar direkt im Organisationskomitee des Literarischen Herbstes.

Bei dem aufkommenden Wetter ist es doch eine wirklich verlockende Vorstellung, mit Wollsocken und Tee an einem gemütlichen Ort zu sitzen und sich in ein gut übersetzes Buch zu vertiefen.

Leichte Sprache im Alltag einer Zeitung

Wie schon in mehreren Artikeln auf dieser Webpage bereits angeklungen ist, gibt es viele Formen von Übersetzungsdienstleistungen. Nicht nur im Kino, bei Sportinterviews oder für taube Menschen, die Musik erleben möchten, sondern auch für Menschen mit Behinderung gibt es eine besondere Art der Übersetzung. Die Tageszeitung „die taz“ hatte es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Behinderung das Lesen ihrer Tageszeitung zu erleichtern; zumindest online. Deshalb wurden viele Texte in die Leichte Sprache übersetzt, um das Verständnis zu vereinfachen und mehr Menschen den Zugang zu News und Informationen zu ermöglichen. Die Leichte Sprache besteht aus Hauptsätzen und einer verstärkten Textgliederung, um eine bessere Übersicht, Verständlichkeit und Lesbarkeit zu gewährleisten. Mittlerweile hat die Redaktion der „taz“ leider beschlossen, diese Art von Übersetzung ab Oktober nur noch sporadisch und nur für wichtige Texte des politischen und alltäglichen Geschehens anzubieten. Grund hierfür ist wie so oft mangelnde finanzielle Flexibilität, denn die „taz“ finanziert sich ausschließlich über freiwillige Spenden und Abonnements. Schade, falls die Inklusion (lese-)behinderter Menschen daran scheitern sollte.

Politische Übersetzer

Manchmal ist es wohl ein riskanter Beruf, Übersetzer zu sein: In Masar-e-Sharif im Norden Afghanistans demonstrieren vor einem Bundeswehr-Camp seit Wochen Dolmetscher, Übersetzer und Reinigungskräfte, die allesamt ehemalige Mitarbeiter der Bundeswehr sind. Sie fordern aus Angst vor den Taliban Asyl in Deutschland. Sie erklären, sie seinen besonders gefährdet, da sie für deutsche Soldaten gearbeitet und diese zum Beispiel bei Patrouillenfahrten oder Militärmanövern unterstützt hätten. Deswegen seien viele Dolmetscher bekannte Gesichter und müssten an einen sicheren Ort gebracht werden. Allerdings teilte das Verteidigungsministerium nach Prüfung der Anträge mit, dass bei der überwiegenden Anzahl dieser Anträge keine individuelle Gefährdung festgestellt werden konnte. Die Demonstranten möchten hiernach an ihrem Protest weiterhin festhalten:

Weltweit erster KI-basierter Übersetzer eingeführt

Der neue JoneR Pro Translator von Babel Technology, einem Hightech-Unternehmen des Bereichs KI mit Sitz in Beijing, ist der firmeneigenen WLAN-Übersetzer der nächsten Generation. Zusammen mit dem Center for Speech and Language Technologies (CSLT) der Tsinghua University wurde der neue Allrounder entwickelt  und ist weltweit der erste screen-smarte KI-Übersetzer. Nach einer Bewertung durch Branchenkenner rangiert das Produkt auf dem ersten Platz in der Top 10 der Übersetzermarken. Aussehen und Oberfläche des Devices sind wie die eines Smartphones mit umfassenden geschäftlichen Funktionen. Der JoneR Pro beinhaltet nicht nur Funktionen wie den TZ-Lernalgorithmus, den TZ-Neuronalnetzwerkalgorithmus und ein linearem Arraysystem mit vier Mikrofonen. Er ist Pro zudem führend bei Diensten aus einer Hand für Nutzer auf Auslandsreisen, die Übersetzung, weltweiten Internetzugriff und Audio-Führer für beliebte Reiseziele benötigen.

Der JoneR Pro unterstützt die Übersetzung von 45 geläufigen Sprachen und kennt 57 regionale Dialekte. Mit 97% Korrektheit ist das Device als globaler Übersetzer zwischen Chinesisch und Englisch anerkannt. Zudem stellt das Kommunikationsgerät Offline-Übersetzungen für einige Sprachen bereit. Seine technischen Spitzenleistungen sind unter anderem die Übersetzung von Text in 15 Sprachen, der mittels optischer Zeichenerkennung (OCR) durch die Kamera erfasst wird. So können Menüs, Straßenschilder und alles weitere Beschriftete übersetzt werden. Als interessantes Spielvergnügen stellt der JoneR Pro innovative und praktische Zusatzfunktionen mittels KI-Objekterkennung zur Verfügung: Wird die Kamera auf ein Objekt gerichtet, wird dem Nutzer enzyklopädisches Wissen über dieses Objekt bereitgestellt.

All diese Funktionen und was man darüberhinaus von diesem Gerät lesen kann machen zumindest neugierig darauf, es sich selbst anschauen zu wollen. Im Vergleich zum menschlichen Übersetzer ist es aber eher ein Allround-Alltagsgerät statt ein hochqualifizierter Profi.