EU: Soziale Absicherung von Selbstständigen

BDÜ beteiligt sich an EU-Konsultation zur Stärkung der sozialen Rechte von Freiberuflern / Zugang zum Sozialschutz für alle Beschäftigungsformen soll auf EU-Ebene verbessert werden

Der Vorstand des Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) hat in seiner Sitzung am vergangenen Samstag beschlossen, an der „Öffentlichen Konsultation zu einer möglichen Maßnahme der EU zur Bewältigung der Herausforderungen des Zugangs zum Sozialschutz für Menschen in allen Beschäftigungsformen im Rahmen der europäischen Säule sozialer Rechte“ teilzunehmen.

Vizepräsident Ralf Lemster dazu: „Die soziale Absicherung von Selbstständigen ist ein zentrales Anliegen in unserer politischen Verbandsarbeit. Hier gilt es, Ungleichbehandlungen abzubauen und unseren Mitgliedern eine soziale Absicherung zu fairen und erschwinglichen Konditionen zu ermöglichen. Mit der Teilnahme an der EU-Konsultation bringt sich der BDÜ auch auf europäischer Ebene in den Diskussionsprozess ein.“

Ein Großteil der rund 7500 BDÜ-Mitglieder arbeitet selbstständig und sieht sich damit speziellen Herausforderungen in den jeweiligen Sozialsystemen gegenüber. Insbesondere bei der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sowie der Altersvorsorge werden Soloselbstständige häufig durch übermäßig hohe Beiträge und im Vergleich mit Angestellten ungleiche Zugangsvoraussetzungen benachteiligt. Daher setzt sich der BDÜ – auch im Schulterschluss mit weiteren Selbstständigenverbänden – mit zahlreichen Initiativen und in Gesprächen mit Vertretern der Politik für eine gerechtere Behandlung dieser Berufsgruppen ein.