Kurzinformation zur Ausbildung

Zunächst sollte jedem, der den Weg des professionellen Übersetzers beschreiten möchte, bewusst sein, dass diese Berufsbezeichnung nicht geschützt ist. Gleichzeitig fordern aber viele Arbeitgeber eine langjährige vorhergehende akademische Ausbildung. So muss der Übersetzer einer Bedienungsanleitung auch die technischen Voraussetzungen haben, um das Gerät, dem die Anleitung gilt, in seiner Anwendung zu verstehen. Bei literarischen Texten werden kulturelle Kenntnisse notwendig sein. Möglicherweise sind für das bessere Verständnis durch das Zielpublikum Anpassungen notwendig, die das reine Übersetzen überschreiten.  Die Grundlage einer Tätigkeit als Übersetzer bildet meist ein sprachwissenschaftliches Studium, etwa Anglistik für Englisch oder Romanistik für Französisch. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, sich mit besonderen Weiterbildungsangeboten noch weiter zu qualifizieren. Einige Möglichkeiten sind die Qualifikation als Fachübersetzer in der Medizin, im Recht oder in der freien Wirtschaft. Um rechtliche Dokumente wie Zeugnisse oder Urkunden zu übersetzen, ist allerdings die Beeidigung zwingend notwendig. Um diese zu erhalten, muss in Deutschland eine staatliche Prüfung bestanden werden. Bei professionellen Übersetzern muss zudem die Motivation gegeben sein, dass sie im Gegensatz zu online-Übersetzern die kulturelle Besonderheiten berücksichtigen, mit diversen Textsorten vertraut sein und umfassende Fachkenntnisse besitzen müssen, die über das rein Sprachliche hinausgehen. Zusätzlich führen sie selbstständig ergänzende Recherchen zum Thema des Textes durch und agieren als Ansprechpartner für Rückfragen und stehen ihren Kunden beratend zur Seite. Falls diese Bereitschaft besteht, steht einer motivierten Laufbahn als Übersetzer fast nichts im Weg.