Seit ungefähr drei Jahren suchen nun vermehrt Verlage Übersetzer für Arabisch, denn sie wollen deutsche Geschichten ins Arabische übersetzen lassen oder zweisprachige Kinderbücher auf Deutsch und Arabisch herausbringen wollen. Der Anlass für die Nachfrage ist dabei eigentlich die Flüchtlingskrise. Bei vielen Verlagen bleiben solche Vorhaben leider im Planungsstadium stecken, da die deutsch-arabische Kinderliteratur zwangsweise ein Nischenprodukt ist, da die Nachfrage von Seiten der Leser gering ist. Zwar sei nach dem Zuzug vor allem syrischer Flüchtlinge die Diskussion unter Verlagen wieder aufgeflammt, dass für deren Kinder Bücher benötigt werden – wie bei Kindern türkischer Einwanderer vor Jahrzehnten. Dennoch bleibt das Produkt für Verlage unwirtschaftlich, da man Eltern nicht in den Buchhandel bekommt. Dabei würden Kinderbücher den Kindern helfen, einerseits die Heimatsprache gut zu können (in dem Fall für syrische Kinder arabisch) und gleichzeitig Deutsch zu erlernen, um sich integrieren zu können und am schulischen Austausch teilnehmen zu können. Immerhin liegen beim Bundesfamilienministerium bestimmte Publikationen bereits mehrsprachig vor.