Archiv des Autors: Rose & Dmowska

Text im Bild übersetzen – easy!

Es gibt verschiedene Apps wie Word Lens oder Googel Übersetzer, mit denen Bilder und Text auf Objekten übersetzt werden können. Eine Internetverbindung braucht man dazu nicht und sie funktionieren alle ähnlich:

Den Gegenstand oder das Bild, dessen Textinhalt übersetzt werden soll, muss man bei guter Belichtung auf eine ebene Fläche legen. Der Text muss sehr gut zu sehen sein. Außerdem muss der Bildausschnitt richtig gewählt werden, sodass der zu übersetzende Text in der Mitte liegt und nichts Überflüssiges sonst zu sehen ist. Wenn man die Übersetzer-App nun öffnet, muss man aufpassen, dass die Sprache vorher eingestellt ist, denn für die Bild-Übersetzung ist die automatische Spracherkennung nicht verfügbar. Möchte man nun etwas übersetzen, muss die Kamera geöffnet werden. Google erfordert noch die Zustimmung, dass Google Übersetzer auf die Kamera zugreifen darf. Der Scan sollte automatisch beginnen. Üblicherweise steht die App auf „Sofort übersetzen“. Dann wird das gescannt, was momentan von der Kamera Ihres Smartphones aufgenommen wird. Über „Importieren“ kann auch ein bereits zuvor geschossenes Bild übersetzt werden. Man darf allerdings nie vergessen, dass online-Übersetzer nie optimal sind und ein schlechtes BIld ein nur unzureichendes Ergebnis hervorbringen kann. Die Übersetzung ist dann vielleicht falsch oder lückenhaft. Meistens reicht die Übersetzung aber dennoch aus, um eine Grundidee vom Ihnalt der Worte im Bild zu bekommen.

Bund stockt Förderfonds auf

Der Deutsche Übersetzerfonds vergibt im Rahmen von „NEUSTART KULTUR“ die ersten Förderungen: 60 Stipendien, 51 Übersetzungen im Programm „extensiv initiativ“ und 15 Projekte wurden von den Jurys ausgewählt. Das Gesamtvolumen der Förderungen beträgt 1,684 Millionen Euro. Die DÜF-Förderprogramme werden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien bis Ende 2021 mit insgesamt 5 Millionen Euro ausgestattet. Das reguläre Stipendienangebot des Deutschen Übersetzerfonds wurde erweitert. Davon profitieren 34 Übersetzer*innen ins Deutsche (insgesamt 109.500 Euro). Die Radial-Stipendien werden gemeinsam mit dem TOLEDO-Programm vergeben und nehmen erstmals die stark gewachsene Gruppe der in der Bundesrepublik lebenden Übersetzer*innen aus dem Deutschen in andere Zielsprachen in den Blick. 26 Bewerber·innen kommen in diesem Herbst in den Genuss einer Förderung (Volumen: 112.500 Euro). Das neue Programm „extensiv initiativ“ aktiviert Übersetzer*innen als Initiatoren neuer Übersetzungsprojekte und bezieht die Verlage als Partner mit ein – Zuschüsse zu den Übersetzungskosten sollen bei der Realisierung schwieriger Projekte helfen. 51 Publikationen werden gefördert – neben Erzählwerken 7 Lyrikbände, 5 Theatertexte, philosophische und essayistische Werke und eine Graphic Novel. BEwerben kann man sich immer noch: Die nächsten Einreichfristen sind der 15. Januar 2021 für DÜF-Stipendien (für Übersetzer*innen ins Deutsche) und Radial-Stipendien (für Übersetzer*innen aus dem Deutschen in andere Sprachen); 31. Januar 2021 für den Neustart-Projektfonds; 15. Februar 2021 für das Neustart-Programm „extensiv initiativ“.

DeepL oder Google?

Google Translate hat als eine der ersten Übersetzer-Apps globales Arbeiten und Kommunizieren unkomplizierter und ziemlich barrierefrei gemacht. Mit jeder neuen Version und Texteingabe lernt Übersetzer-Tool dazu und wird intelligenter und zuverlässiger. Wegen seines neuronalen Netzwerks kann Google Translate nun auch ganze Sätze in einen Kontext setzen und so die Fehlerquote seiner Übersetzungen senken.
Im Spätsommer 2017 hat die Konkurrenz, ein Kölner Start-up, aber ein noch leitungsstärkeres Übersetzungstool herausgebracht: DeepL ist ein deutsches Übersetzungstool. Bis zu einer Textlänge von 5.000 Zeichen ist die Nutzung kostenlos. Seit März 2018 bietet DeepL für den kommerziellen Einsatz eine API des Übersetzers an, der es Unternehmen ermöglicht, den Dienst auf ihren eigenen Plattformen anzubieten. Nach Angaben des Start-Ups sind die Übersetzungen dreimal besser als die der Konkurrenz. Die neuronale Übersetzungsmaschine wurde mit mehr als 5.100.000.000.000.000 Rechenoperationen pro Sekunde trainiert, wofür extra ein Supercomputer in Island gebaut wurde. Damit ist DeepL in der Lage,eine Millionen Wörter in unter einer Sekunde zu übersetzen. Vor allem bei komplexeren Texten und Satzkonstruktionen gewinnt die Übersetzung von DeepL gegenüber der von Google Translate.

Übersetzer-Upadte auf iOS 14

Auf dem iPhone ist seit dem neuen Betriebssystem iOS 14 eine eigene Übersetzer-App installiert. Es können auch komplette Webseiten übersetzt werden. Obwohl Apple die Verfügbarkeit dieser Funktion mit „Nur in den USA und Kanada“ angibt, kann man Webseiten auch in Deutschland übersetzen. Dabei werden die folgenden Sprachen unterstützt: Englisch, Spanisch, Vereinfachtes Chinesisch, Französisch, Deutsch, Russisch und Brasilianisches Portugiesisch. Wenn beispielsweise eine englische Webseite besucht wird, kann diese mit einem Klick auf das aA-Symbol „Übersetzten auf Deutsch“ so übersetzt werden. Die Webseite lädt dann neu und alle Inhalte sind in deutscher Sprache verfügbar. Die Übersetzungen sind solide, der Inhalt des Textes ist zu verstehen. Die Funktion wird zur Zeit noch als „Beta“ gekennzeichnet und kann möglicherweise  noch nicht von allen Nutzern genutz werden.