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Zuger Übersetzerstipendium 2019

Das als bestdotiertester Förderpreis für Übersetzungen im deutschen Sprachraum bekannte und begehrte Stipendium wird wieder vergeben: das Stipendium des Vereins Zuger Übersetzer, das seit 1997 alle zwei Jahre ausgeschrieben wird, dieses Jahr zum zwölften Mal.

Der schweizer Verein Zuger Übersetzer (vormals Dialog-Werkstatt Zug) vergibt das Übersetzer-Stipendium 2019. Das Stipendium im Betrag von Fr. 50 000 soll die professionelle Übersetzung eines literarisch und kulturell bedeutenden Werkes in die deutsche Sprache ermöglichen und auszeichnen. Über die Vergabe des Stipendiums entscheidet eine Fachjury. Antragsberechtigt sind Übersetzerinnen und Übersetzer, welche die Übertragung eines belletristischen Werkes planen. Von den Bewerbern sollten bereits Übersetzungen in Buchform vorliegen.

Die Bewerbungsunterlagen können bis 1. November 2018 angefordert werden von Zuger Übersetzer, Georg Gerber, Steinbaumstrasse 14, CH 8925 Ebertswil oder georg.gerber@zugeruebersetzer.ch

Allgemeine Informationen zum Verein Zuger Übersetzer finden Sie auf www.zugeruebersetzer.ch

Psychologen als „Übersetzer“

Psychologen als Übersetzer? Diese Sichtweise ist ungewohnt, aber durchaus nicht abwegig. Erfahrene Psychotherapeuten sehen sich als Vermittler zwischen dem Körper des Patienten und seiner Psyche. Oft wissen die Patienten, dass sie an etwas leiden, können es aber nicht ausdrücken. Der Therapeut hingegen kennen die Termini für die Symptome, weiß anfangs aber noch nicht, woran der Patient leidet. Hier spielt die Sprache wieder eine große Rolle: Kommunikation als Schlüssel zur Übersetzung von körperlichen Symptomen in eine greifbare Definition. Man gibt den Symptomen eine Deutung, eine Rahmen und macht sie greifbarer. In Gesprächen kann der Therapeut das, was ihm sein Patient anvertraut, in geordnete, medizinisch relevante Ausdrücke übersetzen und so einen Lösungsweg finden. Gerade auf dem anerkannten medizinischen Feld der Psychosomatik muss zwischen Geist und Körper vermittelt und diese Beziehung wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Eine Übersetzung dieser Störungen durch den Therapeuten, um eine Lösung gemeinsam mit dem Patienten zu erarbeiten.

Vorteile von Muttersprachlern

Manchmal steht man vor der Wahl zwischen zwei Übersetzern: einer Muttersprachler, einer nicht. Vielleicht ist dieser aber günstiger. Warum ist es dennoch sinnvoll, einen Muttersprachler (sog. native speaker) zu engagieren – oder zumindest jemand, der in dem Land der gewünschten Sprache gewohnt hat?

Ein Vorteil wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass ein wortwörtliches Übersetzen normalerweise zu keinen guten Ergebnissen führt, selbst wenn jedes Wort im Wörterbuch überprüft wird. Dann nämlich müssen daneben auch alle morphologischen, syntaktischen und semantischen Strukturen richtig in die Zielsprache umgesetzt werden. Es ist nicht genug, einfach nur der Zielsprache mächtig zu sein, sondern eine hochwertige, flüssige Übersetzung erfordert eine vollkommene Beherrschung der Zielsprache durch den Übersetzer inklusive aller grammatikalischen und stilistischen Formen. Im Idealfall sollte der Übersetzer hauptsächlich in seine Muttersprache übersetzen, denn diese ist ihm nicht nur heimisch, sondern er kennt auch den kulturellen Kontext, in den Sprache immer eingebettet ist. In der Sprache geläufige Wortspiele, Referenzen und Begrüßungsformen sind für native speaker besser zu verstehen und es fällt ihnen leichter, eine analoge Terminologie in der Übersetzersprache zu finden. Zudem können sie sich in ihrer Muttersprache direkt und eloquent ausdrücken. Voraussetzung ist natürlich, dass der Muttersprachler diese Sprache noch ausreichend beherrscht und sie nicht langsam ins Vergessen gerät. Davon kann man bei professionellen Berufsübersetzern allerdings ausgehen.

Infoabend in Köln am 4.9.2018

Interesierte erfahren am Informationsabend der Übersetzer- und Dolmetscherschule Köln am Dienstag, 4. September 2018 um 18 Uhr, wie eine Ausbildung zum Dolmetscher aussieht. Die Schulleitung stellt die Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondent IHK, zum staatlich geprüften Übersetzer und Dolmetscher für Englisch vor. Sie informiert auch über die Voraussetzungen, Ausbildungsinhalte und Berufsaussichten. Das neue Semester startet am 17. September 2018. Es sind noch einige wenige Ausbildungsplätze frei. Der Infoabend findet statt im Schulgebäude (Weißhausstraße 24, 50939 Köln-Sülz). Die zertifizierten Vollzeit-Ausbildungen können mit öffentlichen Mitteln wie BAföG oder Bildungsgutschein gefördert werden. Die Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten IHK ist ein erster berufsqualifizierender Abschluss und dauert in der Regel ein Jahr. Die Schule bittet um eine Anmeldung zum Infoabend am 4.9.2018 per E-Mail an oder telefonisch 0221 22 20 60 83.