Sozialer Beitrag durch Übersetzer

Wie können sich Übersetzer sozial engagieren? In der jetzigen politischen Lage sollte dies keine schwere Frage sein: übersetzen für Geflüchtete als Sprachvermittler. Dies ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die viel Einfühlungsvermögen erfordert, die aber den Menschen, die in eine schwierige Lebenssituation geraten sind, die Stimme und Sprache wiedergibt. Diese Menschen wissen bei der Ankunft noch nicht, wo sie einen Sprachkurs suchen und belegen können, um sich selbst verständlich machen zu können. Die Sprachvermittller geben ihnen einen kleinen Teil Selbstständigkeit zurück, indem sie ihnen bei der Behörde helfen. Indem man die Sprache des Aufenthaltslandes lernt, eröffnen sich auch immer mehr Berufsperspektiven. Helfen kann man vor allem auf Behörden, in Sozialämtern und bei freiwilligen Hilfsdiensten. Manche Deuernate bieten vorher Seminare an, damit man lernt, die Sprache als Brücke zwischen Kulturen zu sehen und eine reibungslose Kommunikation zu erreichen. Dies ist wichtig bei untersciedlichen kulturellen Hintergründen: Ein Sprachvermittler brauche interkulturelle Kompetenz. Das beinhaltet die Fähigkeit, mit Menschen mit anderen kulturellen Hintergründen umzugehen. Dabei heißt es Eigenheiten bei Wahrnehmung, Denken, Fühlen und Handeln in anderen Kulturen zu berücksichtigen und die eigenen Erfahrungen zurückzustellen. Gespräche verlaufen oft auf emotionaler Ebene. Oft reicht die Sprache allein nicht aus und man muss die Worte mit Gesten und Körpersprache untermauern.

Wer sich aber dieser Herausforderung gewachsen fühlt und etwas wirklich sinnvollen tun möchte, sollte dies hier angehen. Denn nicht nur den Hilfe suchenden wird Hilfe gegeben – man erfährt selbst einen Mehrwert und lernt viel.