Der Übersetzungsdienst DeepL, entwickelt von einem Kölner Startup, gehört mittlerweile sicher zu den besten automatisierten Übersetzungen auf dem Markt. Deutlich treffender und mit weniger Nachbearbeitung als bei Google Translate lassen sich Texte in acht Sprachen übersetzen. Auch wenn man bei Fachvokabular nachbearbeiten muss, so ist gerade bei den gängigen Sprachen, allen voran Englisch, das Ergebnis beeindruckend. Auf Basis dieser KI hat nun WordPress, der Website-Gestalterdienst, das Plugin Neuronto entwickelt, das mit geringem Aufwand fremdsprachige Versionen von WordPress-Inhalten ermöglicht. Da Neuronto mit KI-Elementen arbeitet, lernt es über die Zeit, welcher von mehreren möglichen Begriffen der gewünschte ist oder bei welchem Begriff der Nutzer immer wieder nachbessert. Unterstützte Sprachen sind Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Italienisch, Holländisch, Polnisch und Portugiesisch. Neben den reinen Postings lassen sich auch die URL entsprechend anpassen sowie die Tags der Seite. So lassen sich beispielsweise gezielt bestimmte Inhalte übersetzen und der Rest davon ausnehmen, etwa wenn ein bestimmtes Thema in einem anderen Land nicht relevant ist. Neben einer privaten, auf eine Domain beschränkten Lizenz für 69 US-Dollar gibt es auch domainunabhängige und nicht auf einzelne Nutzer limitierte Lizenzen (149 Dollar für bis zu fünf Domains, 399 Dollar für Agenturen und 799 Dollar für Unternehmen ohne jegliche Beschränkung). Auch wenn das erstmal nicht billig klingt, wird es sich dennoch schon bei nur wenigen Übersetzungsaufträgen amortisieren können. Strategisch günstig kann dabei sein, die Technik „fürs Grobe“ einzusetzen und durch einen menschlichen Übersetzer optimieren zu lassen. Je nach Sprache ist DeepL nämlich auch unterschiedlich leistungsfähig und bekommt unterschiedlich viel Input, durch den es lernen kann.