Archiv des Autors: Rose & Dmowska

Übersetzer-App für Katzen

Passend zum heutigen Weltkatzentag gibt es Neuigkeiten aus der Online-Welt bezüglich der Kommunikation Mensch-Katze, die nicht immer mit gegenseitigem Verstehen endet. Es gibt einen sogenannten Mensch-Katze-Übersetzer, den man bequem als App auf sein Handy holen kann. Diese App funktioniert, indem sie die menschliche Sprache analysiert und in Katzenlaute übersetzt – so gut es nun gehen mag. Damit es mit der Aussprache der Katzenlaute klappt, bietet die App mehrere Katzenstimmen. Daneben gibt es acht Katzenrufe und über 25 Beispiellaute. Ob die App wirklich funktioniert oder völlig unverständliches Zeug für den Gesprächspartner Katze von sich gibt, wird wohl eher schleierhaft bleiben, denn Katzen sind bekanntlich unabhängige Tiere und lassen sich keine Befehle erteilen. Im Endeffekt ist es leichter für bei Seiten, sich als eher intelligenter Mensch der Kommunikationsart anzupassen, die das eigene Tier am besten versteht. Und bei Tieren ist es nun mal Körpersprache.

Übersetzer für Akzente

In der Welt des Übersetzens scheint nunmehr alles möglich: Sogar Akzente sollen Online-Anwendungen bald übersetzen können. Der Internet-Gigant Amazon hat laut Website „Patent Yogi“ ein Patent für eine Anwendung beantragt, die die Kommunikation zwischen Menschen erleichtern soll, die zwar die gleiche Sprache sprechen, aber mit unterschiedlichen Akzenten. Das naheliegendste Beispiel dafür sind britisches und amerikanisches Englisch oder eine Anwendbarkeit bei Menschen, die eine Sprache als Fremdsprache gelernt haben und diese nur mit Akzent sprechen können. Der Übersetzer soll das Audiosignal des Sprechers in den Akzent des Zuhörers übersetzen. Noch gibt es die Anwendung nicht, das Patent bedeutet auch nicht zwangsläufig, dass Amazon sie tatsächlich eines Tages einführen wird. Ein Anwendungsbereich dieser Hilfe kann im telefonischen Kundenservice sein, bei dem oft schon automatische Anrufbeantworter die Arbeit von Menschen übernommen haben. Aber auch beim Reisen könnte so eine Anwendung nützlich sein. Wie nützlich und sinnhaft diese Anwendung allerdings in der zwischenmenschlichen Kommunikation ist, wird sich im Laufe ihrer Einführung herausstellen müssen.

Sozialer Beitrag durch Übersetzer

Wie können sich Übersetzer sozial engagieren? In der jetzigen politischen Lage sollte dies keine schwere Frage sein: übersetzen für Geflüchtete als Sprachvermittler. Dies ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die viel Einfühlungsvermögen erfordert, die aber den Menschen, die in eine schwierige Lebenssituation geraten sind, die Stimme und Sprache wiedergibt. Diese Menschen wissen bei der Ankunft noch nicht, wo sie einen Sprachkurs suchen und belegen können, um sich selbst verständlich machen zu können. Die Sprachvermittller geben ihnen einen kleinen Teil Selbstständigkeit zurück, indem sie ihnen bei der Behörde helfen. Indem man die Sprache des Aufenthaltslandes lernt, eröffnen sich auch immer mehr Berufsperspektiven. Helfen kann man vor allem auf Behörden, in Sozialämtern und bei freiwilligen Hilfsdiensten. Manche Deuernate bieten vorher Seminare an, damit man lernt, die Sprache als Brücke zwischen Kulturen zu sehen und eine reibungslose Kommunikation zu erreichen. Dies ist wichtig bei untersciedlichen kulturellen Hintergründen: Ein Sprachvermittler brauche interkulturelle Kompetenz. Das beinhaltet die Fähigkeit, mit Menschen mit anderen kulturellen Hintergründen umzugehen. Dabei heißt es Eigenheiten bei Wahrnehmung, Denken, Fühlen und Handeln in anderen Kulturen zu berücksichtigen und die eigenen Erfahrungen zurückzustellen. Gespräche verlaufen oft auf emotionaler Ebene. Oft reicht die Sprache allein nicht aus und man muss die Worte mit Gesten und Körpersprache untermauern.

Wer sich aber dieser Herausforderung gewachsen fühlt und etwas wirklich sinnvollen tun möchte, sollte dies hier angehen. Denn nicht nur den Hilfe suchenden wird Hilfe gegeben – man erfährt selbst einen Mehrwert und lernt viel.

Wortlaut oder nur Inhalt?

Die Causa Özil wird auch unter einem anderen Aspekt interessant: Für Übersetzer. Denn kommt es wirklich auf den genauen Wortlaut einer Übersetzung an oder reicht der Sinngehalt? Der Sinngehalt reicht offenbar zumindest dafür aus, die Gemüter zu erhitzen, Vorwürfe und Urteile zu vokalisieren und das Statement einer Emotion zuzuordnen. Allerdings sollte in solchen pikanten Konstellationen wie dort immer der Wortlaut im Vordergrund stehen, da sie bewusst provokativ und zugespitzt formuliert und dem Auditorium zugänglich gemacht worden sind. Um die Person und deren Intention zu verstehen, muss man als Ausgangspunkt jeglicher Interpretation den richtigen Wortlaut benutzen, denn nur so stimmen sich alle Interpreten in wenigstens einem Punkt überein und alle Rezipienten können beurteilen, ob sie die Interpretation so akzeptieren möchten oder nicht. Meinungsbildung funktioniert nur über korrekte Ausgangsfakten,denn wenn jeder über etwas anderes redet, wird keiner wissen, worüber man eigentlich diskutiert.