Archiv des Autors: Rose & Dmowska

„Across Systems“: Informationsaustausch in London

Veranstaltung findet am Vortag des CIOL Members” Day in London statt.  Unter dem Titel “Teatime with the Across Translator Edition” veranstaltet die Across Systems GmbH ihre ertse Veranstaltung in Großbritannien, welche am 9. März 2018, dem VOrtag des CIOL Members“ Day in London, stattfinden wird. Veranstaltungsort ist das Queen Elizabeth II Centre in London und das Event ist auf freiberufliche Übersetzer zugeschnitten, da diese dann umfassende Informationen über Einsatzmöglichkeiten und Nutzen von Lösungen zur computergestützten Übersetzung (CAT-Tools) erhalten sollen. Darüber hinaus wird gezeigt, wie Übersetzer mit der kostenfreien Across Translator Edition ihren Arbeitsaufwand reduzieren können.  Aufgrund der zeitlichen Nähe der Veranstaltungen können CIOL-Mitglieder den Besuch der Verbandsveranstaltung bequem mit der kostenlosen Teilnahme an der Across-Veranstaltung verbinden.

Im deutschsprachigen Raum zählt die CAT-Software von Across Systems zu den führenden Lösungen der Übersetzungsbranche. Zu ihrem Leistungsumfang gehören unter anderem eine Translation Memory- und Terminologie-Verwaltung, transparentes Projektmanagement sowie Funktionen zur Qualitätssicherung.Um eine nahtlose Vernetzung mit der Arbeitsumgebung ihres Auftraggebers zu ermöglichen, bietet Across freiberuflichen Übersetzern eine kostenfreie Translator Edition an.

Somit ist die Veranstaltung vor allem an alle Übersetzer adressiert, die die Across Translator Edition kennenlernen möchten. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie bereits mit einem CAT-Tool arbeiten. Across-Trainer vor Ort werden Anwesende über die Anwendungsmöglichkeiten von CAT-Lösungen im Allgemeinen informiert und konkret am Beispiel der Across Translator Edition wird aufgezeigt, wie Übersetzer mit diesen Tools ihre Übersetzungsprozesse beschleunigen und konsistente Texte an ihre Auftraggeber liefern. Anwender, die die Software bereits nutzen, können außerdem ihr Wissen auffrischen.

EU: Soziale Absicherung von Selbstständigen

BDÜ beteiligt sich an EU-Konsultation zur Stärkung der sozialen Rechte von Freiberuflern / Zugang zum Sozialschutz für alle Beschäftigungsformen soll auf EU-Ebene verbessert werden

Der Vorstand des Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) hat in seiner Sitzung am vergangenen Samstag beschlossen, an der „Öffentlichen Konsultation zu einer möglichen Maßnahme der EU zur Bewältigung der Herausforderungen des Zugangs zum Sozialschutz für Menschen in allen Beschäftigungsformen im Rahmen der europäischen Säule sozialer Rechte“ teilzunehmen.

Vizepräsident Ralf Lemster dazu: „Die soziale Absicherung von Selbstständigen ist ein zentrales Anliegen in unserer politischen Verbandsarbeit. Hier gilt es, Ungleichbehandlungen abzubauen und unseren Mitgliedern eine soziale Absicherung zu fairen und erschwinglichen Konditionen zu ermöglichen. Mit der Teilnahme an der EU-Konsultation bringt sich der BDÜ auch auf europäischer Ebene in den Diskussionsprozess ein.“

Ein Großteil der rund 7500 BDÜ-Mitglieder arbeitet selbstständig und sieht sich damit speziellen Herausforderungen in den jeweiligen Sozialsystemen gegenüber. Insbesondere bei der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sowie der Altersvorsorge werden Soloselbstständige häufig durch übermäßig hohe Beiträge und im Vergleich mit Angestellten ungleiche Zugangsvoraussetzungen benachteiligt. Daher setzt sich der BDÜ – auch im Schulterschluss mit weiteren Selbstständigenverbänden – mit zahlreichen Initiativen und in Gesprächen mit Vertretern der Politik für eine gerechtere Behandlung dieser Berufsgruppen ein.

Start-up Travis: Übersetzer im Taschenformat

Könnten handliche Taschenübersetzer bald im Gespräch einen Dolmetscher ersetzen? Das niederländische Start-up Travis hat auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas einen praktischen neuen Universalübersetzer präsentiert, der trotz seiner handlichen Größe in den Maßen eines kleinen Smartphones dennoch 80 Sprachen in Echtzeit übersetzen kann. Die Technologie hinter dem in die Hosentasche passenden Gerät ist ein Zusammenspiel von Spracherkennung, Künstlicher Intelligenz (KI) und Cloud-Technologie. Eine von zwei Menschen geführte Unterhaltung auf verschiedenen Sprachen wird an eine spezielle Cloud-basierte KI-Software weitergeleitet, die des Gesprochene erkennt und nach einer Analyse sofort übersetzt. Dazu heißt es auf der Homepage des Herstellers Travis: „Travis ist der erste Sofort-Übersetzer im Taschenformat, der es seinem Benutzer ermöglicht, mit jedem überall und ganz ohne Mühe zu kommunizieren. Damit bricht dieses Taschengerät weltweite Sprachbarrieren“.

Das Gerät sei besser als jede bereits verfügbare andere Übersetzungsmethode. „Das Taschengerät übersetzt Gespräche sofort und haargenau, benötigt keine batteriefressenden Apps und beschränkt sich nicht auf wenige, vorgefertigte Floskeln. Travis integriert Spracherkennung und Übersetzungsplattformen aus verschiedenen Quellen und sorgt dadurch für eine optimale Gesamterfahrung“, verspricht der Entwickler.

„Wir haben das Gerät so entworfen, dass man es benutzen kann, ohne hinzuschauen. Dies ermöglicht ein echtes Gespräch, Diskussionen mit echtem Engagement, bei denen die Teilnehmer natürlich agieren, Augenkontakt halten und ihre Körpersprache einsetzen können“, betont Travis-Mitarbeiter Robb Selander im Zuge der CES-Präsentation.

Auch viele Unterstützer der Crwodfunding-Campagne auf der Plattform Indiegogo glauben an das praktische Gadget: Seit den Start im März 2017 hat die Finanzierungskampagne bis jetzt 1.766.944 Dollar (ca. 1,5 Millionen Euro) gesammelt und liegt damit deutlich über dem angestrebten Ziel der Entwickler. Zudem wurden bereits mehr als 80.000 Geräte zu einem Preis von 199 Dollar vorbestellt und viele bereits ausgeliefert. Hauptunterstützer sind Personen, die oft (beruflich) reisen oder internationale Fachleute sind. Aber auch Mitarbeiter des Open-Learning-Exchange-Programms bekommen dieses Gadget zur Hilfe, denn bei diesem Hilfsprogramm sollen sie bei der Arbeit mit syrischen Flüchtlingen in Bildungszentren in Europa und im Nahen Osten zu einer einfacheren Kommunikation beitragen.

Dennoch bleibt abzuwarten, wie dieses neuen kleine Gerät im weltweiten Praxistest beweist.

Jahrestag des Europäischen Übersetzer-Kollegiums

Genau vierzig Jahre ist es nun her, seit am 10.1.1978 das Europäische Übersetzer-Kollegium in Straelen gegründet wurde. Dazu sagte der Nobelpreisträger Heinrich Böll: „Ich glaube, dass hier etwas ganz Großartiges geschehen ist, was wahrscheinlich bis heute fast einmalig ist“. Es ist das weltweit größte Arbeits- und Begegnungszentrum für literarische Übersetzer im niederrheinischen Ort Straelen. Böll übernahm neben Max Frisch und Samuel Beckett die Schirmherrschaft für das „Europäische Übersetzer-Kollegium“, dessen Gründung sich dieses Jahr zum vierzigsten Mal jährt.

Der Ostberliner Übersetzer Thomas Reschke schrieb kurz vor dem Fall der Mauer ins Gästebuch: „Begegnungen wie diese, die noch als sensationell empfunden wurde, möchten bald Selbstverständlichkeit werden. Mein Wunsch ist ein gutes halbes Jahr später in Erfüllung gegangen.“ Reschke war später Träger des ersten Straelener Übersetzerpreises. Im Laufe der Jahre wuchs die Straelener Bibliothek auf 125.000 Bände an. Übersetzer aus aller Welt finden hier Antworten auf knifflige Fragen und treffen sich zum Gedankenaustausch über kulturelle, sprachliche und politische Grenzen hinweg.